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Bringen Sie auch Ihre eigenen Geräte mit zur Arbeit?

BYOD: Die gesamte Firmen-IT immer dabei

Technologie Die Möglichkeiten mobiler Geräte im Businessumfeld sind beinahe grenzenlos. Aus diesem Grund erlauben immer mehr Firmen das Benutzen privater Tablets und Smartphones. Doch Experten wissen: Es braucht strikte Regeln, damit dieses Konzept funktioniert.

Miriam Dibsdale

Hightech im Alltag, Lowtech im Büro. So lässt sich die Situation vieler Arbeitnehmer in der Schweiz zusammenfassen. Während sie privat die neusten Geräte benutzen und damit entsprechend versiert umgehen, müssen sie im Büro mit dem altersschwachen PC-Tower vorliebnehmen, der nicht nur weniger schnell läuft, sondern auch weniger komfortabel zu handhaben ist.

Das mag überspitzt klingen, ist aber nicht weit weg von der Realität. Und es verwundert auch kaum: Bisher war das so üblich, weil die Unternehmen die Kontrolle behalten wollten darüber, was mit ihren Daten geschieht und auf welchen Geräten diese abgespeichert werden. Dazu kommt, dass sich die technische Entwicklung dermassen schnell vollzieht, dass es der IT-Abteilung einer Firma schlichtweg unmöglich ist, jeden Mitarbeiter mit den neusten Geräten auszurüsten.

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Ein tatsächlicher Paradigmenwechsel

Doch es zeichnet sich ein Wandel ab. Vermehrt werden nämlich die mobilen Geräte der Mitarbeiter in die IT-Infrastruktur der Firma integriert. Dieses Prinzip heisst «Bring your own device» (BYOD). Grosse Unternehmen setzen mittlerweile darauf. Emmi beispielsweise hat BYOD vor rund zwei Jahren eingeführt. Dies, weil es für Unternehmen klare Vorteile mit sich bringt. Unter anderem ist es für Mitarbeitende sehr motivierend, dass sie ihre eigenen Geräte nutzen dürfen, mit denen sie erst noch effizienter umgehen. Durch die mobilen Geräte wird das Arbeiten auch deutlich flexibler.

Ideal eignet sich BYOD zum Beispiel für Personen, die im Aussendienst tätig sind. Früher musste man einen Ordner mit Unterlagen zum Kunden mitnehmen. Mit einem Tablet hat man fast grenzenlose Möglichkeiten, etwas einfach zu präsentieren, immer und überall. Moderne Server- und verschlüsselte Cloudlösungen sorgen für stetigen Zugang und hohe Sicherheit.

Aber: Damit BYOD funktioniert, müssen klare Richtlinien erarbeitet werden. So bedeutet das Benutzen privater Geräte im Büro natürlich nicht, dass man sie in dieser Zeit auch für Privates benutzt. Zudem muss klar geregelt werden, wer auf welche Firmendaten Zugriff hat. Ausserdem sollte man sicherstellen, dass diese Daten nicht auf die Geräte geladen werden können, sondern eben nur virtuell per Cloud einsehbar sind. So wird verhindert, dass Daten verloren gehen, wenn ein Tablet verloren geht oder gar gestohlen wird.