Klimaanlage

Der Kanton Thurgau hilft Unternehmen energieeffizienter zu werden.

Dank Energieeffizienz wettbewerbsfähiger

Technologie Mit dem Förderschwerpunkt Energieeffizienz unterstützt der Kanton Thurgau die KMU, ihre Energieausgaben zu senken. Wer die Chance nutzt, wird dadurch wettbewerbsfähiger.

Gerold Brütsch-Prévôt

Gerold Brütsch-Prévôt

5,5 Mio. Liter Erdöl pro Jahr eingespart

Letztes Jahr wurden 1310 Fördergesuche bewilligt. Mit den zugesicherten Förderbeiträgen von 13,1 Mio. Franken, an welche der Bund 7,5 Mio. Franken beisteuert, wurden rund 75 Mio. Franken zusätzliche Investitionen ausgelöst und umgerechnet rund 5,5 Mio. Liter Erdöl pro Jahr eingespart oder ersetzt.

Beim Förderprogramm mitmachen

 

„Die wirtschaftliche Stärke des Kantons basiert auf starken KMU“, sagt Andrea Paoli, Leiter der Abteilung Energie. Deshalb habe der Kanton ein Interesse daran, dass die Thurgauer Unternehmen energieeffizienter werden. Gelinge es einem Betrieb, die Energiekosten zu senken, stünden mehr Mittel für das Kerngeschäft zur Verfügung und die Konkurrenzfähigkeit steige. „Mit dem Förderschwerpunkt Energieeffizienz in Unternehmen wollen wir den Thurgauer Firmen einen Anreiz bieten, in sinnvolle Massnahmen zur Optimierung des Energieverbrauchs zu investieren.“

Energie wichtiger Produktionsfaktor

Die Betriebskosten setzen sich je nach Art des Unternehmens verschieden zusammen. Versicherungen, Bürobedarf, Fahrzeuge, Werbung, Unterhalt gehören beispielsweise dazu. Dazu gehören auch die Energiekosten. Gerade in Produktionsbetrieben spielen sie in der Kalkulation eines Auftrages eine gewichtige Rolle – bei Konkurrenzofferten könnte das der entscheidende Vorteil sein.

KMU

Die Wettbewerbsfähigkeit wächst mit jedem Franken, der bei den Energiekosten eingespart werden kann.

Ökologisch und ökonomisch

Steigende Energiepreise bedeuten auf jeden Fall auch höhere Betriebskosten. Diese reduzieren den Gewinn und damit auch die unternehmerischen Möglichkeiten. Mit anderen Worten: Die Wettbewerbsfähigkeit wächst mit jedem Franken, der bei den Energiekosten eingespart werden kann. Energieeffizienz ist also nicht nur ein ökologisches Anliegen, sondern eine Frage der Ökonomie.

Was wird gefördert?

Doch wie unterstützt der Kanton die KMU konkret? Als Grundsatz gilt, dass jeder eingesetzte Förderfranken zu einer möglichst grossen Energieeinsparung und zur Nutzung von erneuerbaren Energien führen soll. Deshalb werden die Grundsätze der Förderung regelmässig dem aktuellen Stand der Technik angepasst.

Förderbeiträge werden bewilligt für Massnahmen, die zwar naheliegend sind, aber trotzdem aus verschiedenen Gründen nicht immer umgesetzt werden.

Optimierungen und Ersatz ineffizienter Anlagen

Förderbeiträge werden bewilligt für Massnahmen, die zwar naheliegend sind, aber trotzdem aus verschiedenen Gründen nicht immer umgesetzt werden. Dazu gehören Energieeffizienzmassnahmen bei Infrastrukturanlagen in den Bereichen Wärmeverteilung, Gebäude, Kälte-, Kühlwasser-, Lüftungs- und Druckluftanlagen sowie Pumpensysteme und Motoren. Ebenfalls gefördert werden Energiemanagementsysteme. Bei der Förderung handelt es sich um einen einmaligen Investitionsbeitrag, welcher 30 Franken pro eingesparte Megawattstunde Energie über die Lebensdauer der getätigten Massnahme beträgt.