Washing hands

Die eine Hand wäscht die andere: So wird’s sauber

Gesundheit Wer die Hände gründlich, zur richtigen Zeit und mit Seife wäscht, kann Infektionskrankheiten, vor allem zur kalten Jahreszeit, aus dem Weg gehen. Dabei kommt es auch auf die richtige Trocknungsmethode an.

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Hygiene ist gerade im Winter, wenn Grippeviren grassieren, ein sehr wichtiges Thema. Im Fokus des Waschraumhygienedienstleisters CWS ist dabei vor allem die Händehygiene. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO werden nämlich bis zu 80 Prozent der Infektionskrankheiten von Hand zu Hand übertragen. «Das Berühren der Hände ist an sich noch nicht problematisch, aber wir fassen uns ständig in die Schleimhäute, etwa an den Mund, die Nase oder reiben uns die Augen. So gelangen die Erreger in den Körper», erläutert Christina Clarenbach, Brand Manager von CWS.
 
Die Handhygiene ist deshalb zentral bezüglich der Volksgesundheit – gerade in der kalten Jahreszeit. Denn laut Studien berühren wir uns bis zu fünf Mal stündlich im Gesicht. Im Prinzip kann das Händewaschen, zum Beispiel vor dem Essen oder nach dem Toilettengang, in drei Teile unterschieden werden. Zuerst geht es darum, womit man die Hände wäscht. «Je nach Branche werden unterschiedliche Produkte empfohlen. In der Lebensmittelindustrie sollten zum Beispiel neutrale Seifen ohne Duftstoffe verwendet werden. Eine antibakterielle Seife muss nur dann zwingend zum Einsatz kommen, wenn die Seife die Anforderungen der Norm DIN EN 1499 zur „hygienischen Händewaschung“ erfüllen muss. Das heisst, wenn der Hygieneplan oder das HACCP-Konzept eines Unternehmens danach verlangt», erklärt Christina Clarenbach. «Antibakterielle Seifen werden heutzutage aber auch oft im Alltag benutzt, bieten dort aber gegenüber herkömmlichen Seifen keinen Mehrwert. Zudem greifen die Wirkstoffe in der antibakteriellen Seife die Hände zusätzlich an». In den USA dürfen bestimmte antibakterielle Seifen sogar gar nicht mehr verkauft werden.
 
Auch mit Desinfektionsmittel übertreiben es viele, weil sie es besonders gut machen möchten und die Hände nach dem regulären Waschen sogar noch desinfizieren. «Das schadet den Händen und bringt in den meisten Fällen nichts. In Branchen, in denen das Arbeiten keimfreie Hände voraussetzt, wie z.B. während der Behandlung und Pflege von kranken oder alten Menschen, muss die Händedesinfektion immer direkt vor einem Kontakt passieren. Eine Händedesinfektion innerhalb des WCs direkt nach dem Händewaschen ist somit niemals sinnvoll. Hingegen kann eine mobile Händedesinfektionsstation in den Wintermonaten oder im Eingangsbereich von grossen Kantinen durchaus sinnvoll sein», betont Christina Clarenbach.

Auch mit Desinfektionsmittel übertreiben es viele.

 

Die Seife macht den Unterschied

Es dürfte auch einige Menschen überraschen, dass die Temperatur des Wassers beim Händewaschen keine Rolle spielt. «Wenn wir Temperaturen bräuchten, die Viren und Bakterien abtöten, müsste das Wasser ja 100 Grad heiss sein. Entscheidend ist die Seife. Bakterien gehen eine enge Verbindung mit der Haut ein, die nur durch Seife gelöst werden kann. Die Verwendung von Seife beim Händewaschen ist daher Pflicht. Seife aus Seifenspendern ist hygienischer, da sich auf einem Seifenstück ein dünner Bakterienfilm bilden kann“, sagt die CWS Brand Managerin.
 

Die goldenen Regeln zur Sauberkeit

Auf der Microsite, die CWS zum Thema Handhygiene gestaltet hat, werden die sechs wichtigsten Regeln zur richtigen Händehygiene zusammengefasst:

1. Die Hände müssen mehrmals täglich nach dem Niesen, Schnäuzen oder Husten, nach der Toilette, vor dem Essen und Kochen, nach Kontakt mit Abfällen, nach Kontakt mit Tieren und vor und nach dem Besuch von Kranken gewaschen werden.
2. Die Hände müssen dabei etwa 20 Sekunden gründlich gerieben werden, auch in den Fingerzwischenräumen, die Handgelenke, die Handrücken und die Stellen unter den Nägeln. Als Faustregel gilt: Zweimal Happy Birthday singen, dann sind die 20 Sekunden durch.
3. Die Verwendung von Seife ist wichtig, da damit 99.9 Prozent der Keime beseitigt werden können.
4. Ein Seifenstück ist nur für den Heimgebrauch sinnvoll. In öffentlichen Waschräumen wird Flüssigseife oder Seifenschaum empfohlen.
5. Kaltes Wasser reicht aus. Beim hygienischen Händewaschen ist die Temperatur des Wassers egal.
6. Die Hände nach dem Waschen trocknen. Sind die Hände mal mit Wasser und Seife gereinigt, sollten sie nämlich auch getrocknet werden. Dies nicht nur, weil nasse Hände unpraktisch sind, sondern auch, weil feuchte Hände bis zu tausend Mal mehr Bakterien übertragen als trockene. CWS bietet dazu zwei Trocknungsmöglichkeiten: Papierdispenser und Stoffhandtuchspender.

 
Für eine gründliche Händehygiene sind Einmalhandtücher aus Stoff oder Papier zum Trocknen der Hände zu bevorzugen, empfiehlt das Bundesamt für Gesundheit auf seiner Website. Denn der Stoff – oder das Papier – nimmt beim Trocknen noch Restschmutz auf. «Deshalb wird das Handtuch zuhause auch nach einiger Zeit dreckig, obwohl es zum Trocknen der vermeintlich sauberen Hände benutzt wird», so die CWS Fachfrau. Mit dem CWS Stoffhandtuchspender wird gewährleistet, dass alle eine frische Portion Stoff bekommen und diese Portion auch nur einmal gebraucht wird. Der benutzte Stoff wird wieder eingezogen.
 
Wer sich mit dem Thema Händehygiene auseinandersetzt, merkt schnell: Das Händewaschen ist nicht gar so simple, wie es scheint. CWS möchte deshalb ihr Wissen rund um das Thema Händehygiene weitergeben. «Wir bieten für Unternehmen kostenlose Händehygiene-Schulungen für ihre Mitarbeitenden an. Damit möchten wir einen Beitrag zur Prävention von Infektionskrankheiten leisten», erklärt Christina Clarenbach.
 

Wir bieten für Unternehmen kostenlose Händehygiene-Schulungen für ihre Mitarbeitenden an.

Wer weiss, dass man ein sechsmal höheres Infektionsrisiko hat, wenn man den ÖV benützt, und dass die grösste Bakteriendichte auf Computertastaturen herrscht, dem wird klar, dass eine gründliche Handhygiene wichtig ist. Das sollten sich auch die 68 Prozent der Männer und 36 Prozent der Frauen zu Herzen nehmen, die, laut einer Studie, ihre Hände nach der Toilette nicht waschen.
Infos: www.haende-hygiene.ch