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Biotechnologie ist vielseitig und innovativ.

Investieren Sie in Innovation

Finanzen Die Auswahl an Aktienfonds ist immens. Angesichts der sich schnell verändernden Marktbedingungen in diversen Branchen und Ländern stellt sich für viele Anleger die Frage, welche Unternehmen aus welchen Branchen Teil ihres Aktienfonds sein sollen. Auf die Biotechnologie wird aus gutem Grund ein Augenmerk gerichtet.

Matthias Mehl

Über den Biotech-Sektor

Der Begriff «Biotechnologie» bezeichnet eine interdisziplinäre Wissenschaft, die sich mit der technischen Nutzung von biologischen Systemen und lebenden Organismen sowie deren Stoffwechselprodukten befasst. Herzstück der modernen Biotechnologie ist die Gentechnik. Sie befasst sich mit der gezielten Veränderung der Erbanlagen und findet heute vor allem in der Medizin, aber auch in industriellen und landwirtschaftlichen Bereichen Anwendung. Im Mittelpunkt der medizinischen Biotechnologie stehen die Entwicklung und Verbesserung von Arzneimitteln und Diagnostika.

Worauf sollten potenzielle Anleger achten, wenn sie sich für einen Aktienfonds entscheiden? Da Aktienfonds ihr Vermögen mehrheitlich in in- und ausländische Unternehmensanteile investieren, ist es entscheidend, dass diese Unternehmen in einem Segment tätig sind, welches Wachstumspotenzial aufweist. Schliesslich beteiligen sich Fondsinhaber direkt am Erfolg oder Misserfolg der im Fonds zusammengefassten Unternehmen.

Ein Sektor, dem international grosses Potenzial bescheinigt wird, ist der Biotech-Sektor (siehe Info-Box). Die Gründe dafür sind vielfältig. Schon ein Blick in die jüngere Vergangenheit gibt Aufschluss über das Anlagepotenzial: Dank neuer Medikamente für Patienten sowie steigende Gewinne der Unternehmen hat sich der Branchenindex an den Kapitalmärkten innerhalb weniger Jahre vervierfacht. Wer etwa in den Boomjahren seit 2011 in den Biotechnologiesektor investierte, konnte viel Geld verdienen. Die Vorteile des Sektors sind seine hohe Innovationskraft sowie seine Relevanz für die Gesellschaft – heute und vor allem in der Zukunft.

Für erfolgreiche Investitionen im Biotech-Sektor ist eine Kombination aus wissenschaftlicher, medizinischer und finanzwirtschaftlicher Expertise erforderlich

Die fällige Kurskorrektur vollzogen

Doch jeder Boom zeichnet sich immer durch zwei Faktoren aus: Es geht steil bergauf, und anschliessend meist steil bergab. Der Biotech-Sektor blieb von dieser Entwicklung ebenfalls nicht verschont. «Seit dem Allzeit-Hoch diesen Juli hat der Nasdaq Biotechnology-Index gut einen Sechstel an Wert verloren», erklärt Daniel Koller, Leiter des Management-Teams der an der Schweizer Börse kotierten Beteiligungsgesellschaft BB Biotech.

Wo liegen die Gründe für die Aktien-Talfahrt? Die ehemalige amerikanische First Lady und Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton löste unlängst mit einem Tweet Unsicherheiten in Finanzkreisen aus: Würde sie die Wahlen gewinnen, so würde sie den «Preiswucher ausgewählter Medikamentenhersteller» unterbinden, schrieb sie. «Aufgrund dieser Debatte über die Regulierung der Arzneimittelpreise hat die Branche an Boden eingebüsst», erklärt Koller Allerdings seien die langfristigen Wachstumsperspektiven des Sektors nach wie vor intakt. So ist mit weiteren Medikamentenzulassungen sowie wichtigen klinischen Studienresultaten zu rechnen.

Dabei haben die Unternehmen die Nase vorn, die sich durch ihre Innovationskraft auszeichnen, die auf einen hohen ungedeckten medizinischen Bedarf reagieren und nach intensiven Forschungsaktivitäten Neuprodukte auf den Markt bringen. «Unter allen Bereichen der Gesundheitsindustrie ist die Biotechnologie für den Grossteil an erbrachten Innovationen verantwortlich.» So erlangten im vergangenen Jahr 41 neue Medikamente die Marktreife. Das ist die höchste Zahl seit dem Rekordjahr 1996 (53 Neueinführungen).

«Die Innovationskraft der Branche führt zu steigenden Umsätzen – viele Unternehmen in diesem Segment haben dementsprechend die Rentabilität erreicht», so Koller. Ein Ansteigen der Kurse sei darum abzusehen. «Dank der Kurskorrektur sind die jeweiligen Titel nun tiefer bewertet als in der Boom-Zeit: Nun sei der ideale Zeitpunkt, um in Biotechnologie zu investieren», erklärt der Experte.

Reagaenzglaeser

Entlastung des Gesundheitswesens

Das Forschungsfeld der Biotechnologie ist vielfältig. So zeichnet es sich durch medizinische Durchbrüche in der Krebsforschung, im Bereich Seltene Krankheiten, aber auch bei Infektions- und Viruskrankheiten aus – Bereichen, in denen die Nachfrage nach Lösungen für Patienten steigt.

Ein Beispiel ist das Hepatitis-C-Medikament Sovaldi: Das Medikament wurde Ende 2013 in den USA zugelassen. Der Wirkstoff führt bei nahezu allen Patienten nach drei Monaten zur dauerhaften Heilung von dieser Virusinfektion, die bisher als unheilbar galt. Das wiederum führte zu den entsprechenden Kosteneinsparungen bei den Krankenkassen und den staatlichen Spitälern. Umgekehrt verdankt die US-Herstellerin Gilead Sciences diesem Medikament einen massiven Gewinnsprung.

Experten beurteilen das Risiko

Für erfolgreiche Investitionen im Biotech-Sektor ist eine Kombination aus wissenschaftlicher, medizinischer und finanzwirtschaftlicher Expertise erforderlich, weiss Daniel Koller. Insbesondere die Entwicklungsphase eines neuen Produkts berge Risiken, die von Laien kaum abgeschätzt werden könnten. Deshalb sind die mit dem Management des Portfolios betrauten Investment-Spezialisten bei BB Biotech immer auch Experten in Bereichen wie Biochemie, Molekularbiologie, Physik, Ökonomie oder Medizin und werden in ihrer täglichen Arbeit durch einen renommierten Verwaltungsrat unterstützt.