Personalmanagement

Personalmanagement hat viele Facetten.

Personalmanagement bringt Firmen weiter

Human Resources Heute sind Personalmanagement und Human Resource Management weit mehr als Einstellungsgespräche zu führen, Arbeitsverträge auszuarbeiten, Personaldaten zu archivieren und Betriebsfeste zu organisieren. Ein Augenschein.

SMA

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Eine umfassende Gelegenheit, einen Einblick in alle Aufgaben des Personalmanagements zu erhalten, boten die beiden Fachmessen «Personal Swiss» und «Swiss Professional Learning», die vergangenes Jahr unter gleichem Dach in Zürich stattfanden und von rund 4500 Fachleuten besucht wurden. So konnten Trends und Entwicklungen in der Personalarbeit, der Personalentwicklung und Weiterbildung ausgetauscht werden: Von HR-Software und Personaldienstleistungen über die neuesten Trainings- und E-Learning-Methoden und Personalentwicklungs-Tools bis hin zu Rekrutierungs- und Führungstrends – alle relevanten Themenbereiche wurde Platz eingeräumt.

Höhepunkte im Rahmenprogramm waren gemäss Auskunft der Organisatoren neben den Vorträgen in den Praxisforen und den verschiedenen Gesprächsrunden die neun Keynote-Speaker: In ihren Vorträgen beleuchteten sie die vielfältigen Seiten der Personalarbeit und gaben Inspirationen dafür, welche Rolle die Personalabteilungen im Umgang mit den Herausforderungen der Arbeitswelt einnehmen könnten.

Mit Blick auf die zunehmende Internationalisierung der Arbeitswelt und um den Fachbesuchern einen Blick über den Tellerrand zu bieten, gab es auch eine komplette englischsprachige Vortragsreihe. «Wir haben es auch dieses Jahr wieder geschafft, uns inhaltlich weiterzuentwickeln und den Puls des Personalmanagements zu erspüren und abzubilden», resümiert Kamila Slowacka, Projektleiterin der Personal Swiss und der Swiss Professional Learning.

Premiere im Messegeschehen feierte zum Beispiel der RIDE – Recruiting Innovation Day Europe. «Ein einmaliges Forum, um von verschiedenen Seiten Licht auf das Thema Rekrutierung zu werfen und Wissen und Erfahrungen zu teilen», umreisst Slowacka die Vortragsreihe, deren Ziel es war, auf der einen Seite die Unterschiede und Gemeinsamkeiten des Recruitings in Europa aufzeigen, aber auch an konkreten Praxisbeispielen sichtbar machen, wie Unternehmen in Europa damit umgehen und sich wappnen können für die Zukunft.

Personalmanagement

Mehr als eine Personalabteilung

Personalwesen, Personalwirtschaft, Personalmanagement und Human Resource Management befassen sich alle mit der «Ressource Arbeit».

Redet man vom Personalmanagement, ist eher die strategische Ebene gemeint. Die Planung und Steuerung der Ressource Arbeit und des Personals sind ein wichtiger Teil der strategischen Unternehmensführung und deshalb auch auf Stufe Unternehmensleitung angesiedelt. Die operative Umsetzung erfolgt dann in der Personalabteilung.

Das Human Ressource Management grenzt sich vom Personalmanagement ab, indem es sich vor allem um den «Output» bzw. die Performance der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen kümmert und damit dazu beiträgt, die Unternehmensziele zu erreichen.

Vielfältige Aufgaben

Nur zufriedene und motivierte Mitarbeitende können mithelfen, die immer anspruchsvolleren und komplexeren Unternehmensziele zu erreichen. Dieses Spektrum reicht von modernen Arbeitszeitmodellen, wie gleitende Arbeitszeit, Jobsharing und Home Office, Kinderbetreuung, Unterstützung der Work-Life-Banalce, betriebliche Sozialberatung bis hin zur Sicherstellung der Chancengleichheit.

Vorsorgelösungen als Mitarbeiterbindung

Modernes Personalmanagement bedeutet aber nicht nur, die Mitarbeitenden während ihrer aktiven Zeit im Betrieb zu betreuen. Weniger bekannt ist, dass auch Vorsorgelösungen zum Beispiel ein wichtiges Instrument sein können, um Angestellte mit wichtigen längerfristigen Aufgaben an das Unternehmen zu binden. Das kommt umgekehrt auch immer mehr den Mitarbeitenden entgegen – auch sie suchen immer mehr Sicherheit und Verlässlichkeit, wenn sie sich für ein Unternehmen entscheiden, um dort ihre Karriere zu lancieren.

Personalmanagement

Das Vorsorgemanagement kann gerade in Branchen, in denen der Fachkräftemangel gravierend ist, das Zünglein an der Waage sein, damit sich ein Spezialist für die ausgeschriebene Stelle entscheidet. Dafür muss der Arbeitgeber aber mehr bieten als nur die üblichen Sozialleistungen. Zu den überdurchschnittlichen Vorsorgeleistungen gehören ein möglichst hohes Leistungsziel des versicherten Lohnes im Zeitpunkt des Rücktrittalters, individuelle Wahlmöglichkeiten bei der Pensionierung (Zeitpunkt, Umfang und Kapitalbezugsmöglichkeiten) sowie attraktive Einkaufsmöglichkeiten zur Verbesserung der Vorsorgeleistungen.

Vorsorge ist auch für Startups wichtig

Firmengründer mögen sich gerade in der Startphase nicht in erster Linie mit Vorsorgelösungen herumschlagen. Zuerst gilt es ja, das Unternehmen zu lancieren und alle Kräfte werden dafür eingesetzt, dass der Markteintritt gelingt. Aber gerade bei Startups ist der Personalverantwortliche gut beraten, eine optimale und ganzheitliche Lösung zu finden und dafür zu sorgen, dass die drei Säulen des Vorsorgesystems gut aufeinander abgestimmt sind.

Wichtig ist auch, sich rechtzeitig damit auseinanderzusetzen. Die Zahl der Anbieter von Vorsorgelösungen ist gross – deshalb lohnt sich eine seriöse Evaluation und vor einem Vertragsabschluss sollten mehrere Offerten verglichen werden.

Abhängig von der Risikobereitschaft der Firma kann zwischen verschiedenen Lösungen gewählt werden. Wer ganz sicher gehen will, schliesst eine Vollversicherung ab – bei höherer Risikobereitschaft sind auch sogenannte teilautonome oder autonome Lösungen möglich. Diese sind oft günstiger als eine Vollversicherung, wenn zum Beispiel das Anlagerisiko von der Firma getragen wird.