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Sanieren heisst langfristig sparen

Immobilien Energetische Altbauten beinhalten ein riesiges Sparpotenzial. Doch es empfiehl sich, genau hinzusehen, was tatsächlich benötigt wird.

SMA

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Man kann sich eigentlich nur die Augen reiben über diesen Zahlen: Laut EnergieSchweiz, der Informationsplattform für Energiefragen von Bund und Industrie, können sinnvoll kombinierte Energiespar- und Sanierungsmassnahmen den Wärmebedarf bestehender Gebäude um bis zu zwei Drittel senken. Die Hausbesitzer sparen jedoch nicht nur viel Geld durch tiefere Energiekosten. Sie steigern auch den Wohnkomfort, leben in einer gesünderen Umgebung, schonen die Natur durch den bewussteren Umgang der Ressourcen und gewinnen nebenher auch noch auf einer weiteren Ebene: Immobilienspezialisten gehen davon aus, dass sich der Wert eines Objekts mit jeder gesteigerten Energieeffizienzklasse um sechs bis neun Prozent erhöht.
Nachhaltig Sanieren lohnt sich also, und Bedarf gibt es bei vielen der rund 1,6 Millionen Wohngebäude in der Schweiz. Gerade bei jenen, die zu einer Zeit entstanden, als noch nicht energiesparend gebaut wurde – weil einerseits die technischen Möglichkeiten fehlten, andererseits fossile Energieträger noch scheinbar unbegrenzt verfügbar und günstig waren. Hier ist die Notwendigkeit für Erneuerung und Modernisierung hoch. Wenn nun ohnehin eine Heizung ausgewechselt, ein Dach erneuert oder bessere Isolierung und Dämmung eingebaut wird, zahlt es sich langfristig aus, es gleich richtig anzugehen.

Im Vorfeld informieren

Doch wer sparen will, sollte sich zuerst darüber informieren, wie hoch der Verbrauch des eigenen Hauses tatsächlich ist und wo am meisten Energie verloren geht. Für die entsprechenden Berechnungen helfen diverse Dienstleistungen von Bund und Kantonen wie etwa geak.ch, die Website für den offiziellen Gebäudeenergieausweis der Kantone, der im Herbst 2012 eingeführt wurde. Er zeigt, wie energieeffizient Gebäudehülle und Haustechnik sind und wie viel Energie ein Haus bei der Standardnutzung benötigt. Ebenfalls interessant ist dasgebaeudeprogramm.ch, wo neben grundlegenden Tipps auch Informationen über die kantonalen Förderprogramme zur energetischen Sanierung zu finden sind. Weitere nützliche Informationsplattformen sind energieantworten.ch, www.topten.ch oder die Website der Schweizerischen Energiestiftung.

Betriebsoptimierung

Grundsätzlich gilt, dass bereits durch kleinere Massnahmen schon grosse Wirkung erzielt werden kann, sei es durch die Verbesserung des Wärmeschutzes, der Luftdichtheit oder bei der Effizienz der Haushaltsgeräte, so dass im Winter die Wärme drinnen und im Sommer die Hitze draussen bleibt. Das gleiche Ziel verfolgt die Betriebsoptimierung der haustechnischen Anlagen. Darunter verstehen sich Massnahmen wie die optimale Einstellung von Heizung, Lüftung und Klimageräten auf die Bedürfnisse der Gebäudenutzer. Die Durchführung solcher Massnahmen empfiehlt sich sowohl bei bestehenden wie auch bei sanierten Gebäuden. Gerade nach einer Sanierung müssen die haustechnischen Anlagen auf die geänderten Gegebenheiten wie verbesserte Isolation abgestimmt werden, um den bestmöglichen Nutzen zu erreichen.
Auch das eigene Verhalten sollte man einer Prüfung unterziehen, besonders im Bezug auf Beleuchtungsgewohnheiten, Lüftung und Heizung. So entfallen in der Schweiz rund zwölf Prozent des Stromverbrauchs auf die Beleuchtung, der mit energieeffizienten und aufeinander abgestimmten Lampen leicht gesenkt werden kann. Wenn man die durchschnittliche Raumtemperatur nur um ein Grad senkt, kann man im Jahr bis zu sechs Prozent der Energie sparen. Und bereits eine jeweils gezielte, kurze Lüftung statt ständig gekippte Fenster senken den Energieverbrauch spürbar.

 

Smart Facts

Was bringt eine Betriebsoptimierung und wann ist sie sinnvoll?
Nutzen einer systematischen BO:
– Reduzierter Energieverbrauch und damit tiefere Kosten
– Übersicht über Energieverbräuche dank Wirkungskontrolle
– Optimierung des Komforts für die Gebäudenutzer
– Bewusstseinssensibilisierung der Gebäudenutzer im Umgang mit Energie
– Reduzierung der Unterhaltskosten durch optimierten und damit schonenden Anlagenbetrieb
– Know How Gewinn zu den Anlagen und deren Betrieb
– Imagegewinn für den Gebäudebetreiber
– Bei vermieteten Liegenschaften: höhere Konkurrenzfähigkeit durch tiefere Nebenkosten

Eine Betriebsoptimierung zahlt sich sowohl bei älteren bestehenden Gebäuden aus wie auch nach Sanierungen oder bei Neubauten.

Informationen zu energo:
Energo ist das Kompetenzzentrum für Energieeffizienz in Gebäuden von EnergieSchweiz. Es handelt sich dabei um einen nicht-gewinn-orientierten Verein, der im Jahre 2001 gegründet wurde.
Für über 1‘600 Kunden wurden bereits mehr als 4‘000 Gebäude betriebsoptimiert. energo verfügt über eine hohe Kompetenz in den Bereichen Energiedatencontrolling, Betriebs- und Erstbetriebsoptimierung, Konformitätsprüfung von Neubauten/modernisierten Gebäuden, Gebäudeanalyse sowie Bauherrenberatung. Zudem wird ein eigenes Weiterbildungsprogramm angeboten, von welchem Kunden kostenlos profitieren können. Ihre Mitarbeiter werden somit zusätzlich geschult im energieeffizienten Gebäudebetrieb.

energo Betriebsoptimierungen werden durch verschiedene Kantone gefördert (z.B. ZH, BE, GE, GL, UR, OW) wie auch von verschiedenen Städten.
Weitere Informationen unter www.energo.ch
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