KMU

Die meisten Schweizerinnen und Schweizer sind bei KMU angestellt.

Schweizer KMU: Fakten und Zahlen

Leadership Die KMU Landschaft floriert: 2013 wurden in der Schweiz über 12'000 neue Unternehmen gegründet. Hier erfahren Sie, was bei einer Neugründung alles beachtet werden muss und was ein erfolgreiches Unternehmen ausmacht.

Leslie Haeny

Leslie Haeny

Der Schweizerische KMU Verband

Der Schweizerische KMU Verband (SKV) bietet Unternehmern und Unternehmerinnen Rechtsberatung, Hilfe bei der Kapitalbeschaffung und Unterstützung bei Expansionsplänen an. Alle Schweizer KMU haben die Möglichkeit, Mitglieder des Verbandes zu werden.

Erfahren Sie mehr: http://www.kmuverband.ch/

Für die Schweizer Wirtschaft spielen KMU eine grosse Rolle: Über zwei Drittel aller Arbeitsplätze im Land befinden sich laut Bundesamt für Statistik (BfS) bei kleinen und mittleren Unternehmen. «Die Schweiz ist das Land der KMU. Diese bilden das Rückgrat unserer Wirtschaft», sagt Roland Rupp vom Schweizerischen KMU Verband.

Die Abkürzung KMU steht für kleine und mittlere Unternehmen. Als kleines Unternehmen gelten Firmen mit weniger als 50 Mitarbeitenden. Mittelgrosse Firmen haben weniger als 250 Angestellte.

Die Schweiz: ein idealer Standort für KMU

Jährlich werden hierzulande tausende neue Unternehmen gegründet. Die meisten davon sind GmbHs, Einzelfirmen oder Aktiengesellschaften. Ausserdem lag die Schweiz 2015 auf dem neunten Platz des Global Entrepreneurship Index (GEDI). Dieser bewertet die Dynamik des Unternehmertums in innovationsbasierten Volkswirtschaften.

Durch die stabile politische und rechtliche Lage ist die Schweiz ideal, um hier eine Firma zu eröffnen.

Roland Rupp meint dazu: «Durch die stabile politische und rechtliche Lage ist die Schweiz ideal, um hier eine Firma zu eröffnen.» Sehr viele Dinge, wie beispielsweise die Kosten, welche auf ein neues Unternehmen zukommen, sind im Voraus absehbar und lassen sich daher einplanen.

Verzicht auf Kreditfinanzierung

Die meisten dieser KMU verzichten auf einen Bankkredit und finanzieren sich ausschliesslich mit Eigenkapital oder durch andere externe Finanzierungsmöglichkeiten. Dazu zählen beispielsweise Darlehen von Dritten.

Gerade wenn es wirtschaftlich einmal nicht optimal läuft und Kurzarbeit anstehet, brauchen Unternehmen oft Unterstützung.

Depression

Nicht alle KMU sind erfolgreich

Wo es viele Firmen gibt, ist auch der Konkurrenzkampf gross. «Gerade wenn es wirtschaftlich einmal nicht optimal läuft und Kurzarbeit anstehet, brauchen Unternehmen oft Unterstützung», sagt Rupp vom KMU Verband. Ausserdem sei der Wettbewerb durch das Internet härter geworden. So ist es nicht überraschend, dass 20 Prozent der neu gegründeten Unternehmen ihr erstes Jahr nicht überleben.

Wird ein Unternehmen einem Nachfolger übergeben, geschieht dies meist innerhalb der Familie. Das ist nicht verwunderlich, da es sich oft als schwierig gestaltet einen externen Nachfolger zu finden. Die Nachfolgeregelung für KMU in der Schweiz stellt daher häufig ein Problem dar. Bei übernommenen Firmen ist die Überlebensrate allerdings um einiges höher als bei Neugründungen.

Alte Werte und bestehende Strukturen, Produkte und Dienstleistungen sollten nicht immer sofort angepasst werden.

Erfolgsrezept für KMU: die Mischung macht’s

Ein Mix aus Innovation, Anpassung an neue Gegebenheiten und die Erkennung neuer Trends, sieht der Experte vom KMU Verband als Erfolgsrezept für Unternehmen. «Dabei sollten aber alte Werte und bestehende Strukturen, Produkte und Dienstleistungen nicht immer sofort angepasst werden.»

Ausserdem lohnt es sich als Unternehmer gut zu überlegen, wo der Firmensitz liegen soll. Die kantonalen Unterschiede bei der Besteuerung sind nämlich enorm. So zahlt eine Aktiengesellschaft mit einem Kapital von zwei Millionen Franken beispielsweise in Basel fast 30’000 Franken mehr als ein Unternehmen in Stans. Aus steuerlicher Sicht ist die Zentralschweiz für Firmen eindeutig der beste Standort.

Lesen Sie mehr über die Besteuerung von Unternehmen

Besteuerung als Bedrohung für KMU

Sparschwein

Eine gute Möglichkeit um zu sparen bietet Outsourcing.

An anderen Orten sparen

Wer seinen Unternehmenssitz in einem Kanton mit hohem Steuersatz hat, sollte möglichst an anderen Orten sparen. Eine Möglichkeit dazu bietet Outsourcing. Die Abgabe von Unternehmensaufgaben, beispielsweise im IT-Bereich, kann KMU viel zeitlichen und finanziellen Aufwand ersparen.

Vorsorge für KMU

Ein weiterer wichtiger Punkt für Unternehmen ist die Wahl einer guten beruflichen Vorsorge. Eine eigene Pensionskasse lohnt sich erst ab etwa 500 Mitarbeitenden. Daher lösen die meisten KMU ihre Vorsorge mit einer Versicherung oder Sammelstiftung.