Sind Aktien eigentlich noch attraktiv?

Finanzen Die Rendite von Aktien lässt sich für einen Zeitraum von sieben bis zehn Jahren gut einschätzen. Erhärtet wird diese Prognose, wenn dazu Gewinn- und Wachstumsfaktoren mit einbezogen werden. Neue Tools helfen bei der Einschätzung.

Miriam Dibsdale

Wegen der Tiefzinsphase verzeichnen Nominalwertanlagen kaum noch positive Realrenditen. Im Falle festverzinslicher Obligationen könnten Zinserhöhungen zudem zu erheblichen Kursverlusten führen – die Anleger sind deshalb gezwungen, sich zur Kompensation nach Alternativen umzusehen. Viele sind gegenüber Aktien nach wie vor skeptisch eingestellt – und werden darin noch bestärkt, wenn gerade wieder einmal ein Unternehmen an der Börse, praktisch über Nacht, Milliarden an Wert verliert.

Langfristige Renditeschätzungen unterstützen Investitionsentscheid

Die Zukunft vorauszusagen ist schwierig. Heute stehen aber Instrumente zur Verfügung, welche die Anleger bei einer systematischen und risikoorientierten Steuerung der Aktienquote unterstützen können. Dazu gehören Stimmungs- und Trendindikatoren, aber auch Kennzahlen, welche die Abweichungen von den ökonomischen Trends aufzeigen. Damit ist es möglich, die Aktienquote systematisch der aktuellen Marktattraktivität anzupassen, was das Schwankungs- und Rückschlagsrisiko stark vermindert.

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Investieren wie die Profis – Nutzen von Bandbreiten – flexible Steuerung der Aktienquote

Institutionelle Anleger bestimmen typischerweise die strategische Aktienquote mit unteren und oberen taktischen Bandbreiten. Im positiven Marktumfeld wird mittels einer taktischen Aktienstrategie, wie in diesem Artikel beschrieben, die Aktienquote möglichst nahe der oberen Bandbreite gehalten um die Chancen zu wahren. Bei negativer Markterwartung wird die aktive Schutzfunktion wahrgenommen und die Aktienquote drastisch reduziert. Aus Rendite- / Risiko-Optik ist es essentiell, die taktischen Möglichkeiten aktiv zu nutzen.

Ein Beispiel eines Investors mit einer bisherigen Aktienquote von 25 Prozent veranschaulicht diese Methode. Erhöht er aufgrund der Attraktivität der Aktien im Vergleich zu Nominalwerten seine Quote auf neu 35 Prozent erhöht, kann er das damit verbundene höhere Aktienrisiko mittels einer systematischen Steuerung überwachen. Dies gelingt, indem die zusätzlichen zehn Prozent taktisch investiert werden. Sind die Erwartungen für die Aktienmarktentwicklung gemäss Indikatoren positiv, stimmt also die Kombination aus langfristiger Renditeschätzung und kurzfristiger Markterwartung, hält der Investor die vollen 35 Prozent seiner maximalen Aktienquote. Deuten die Signale hingegen auf einen negativen Markt oder gar eine Korrektur hin, werden die zusätzlichen zehn Prozent Aktienexposure systematisch reduziert – im Extremfall sogar bis auf null.
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Risiko aktiv bewirtschaften

Um die langfristigen Ertragschancen wahrzunehmen, ist es für Anleger unausweichlich, die Aktienquote hoch zu halten oder gar zu erhöhen. Das damit verbundene Risiko muss aber aktiv bewirtschaftet werden – was heisst, das Aktienengagement im Falle negativer Markterwartung zu reduzieren und im Zuge einer Beruhigung wieder zu erhöhen. Mit Hilfe einer Markteinschätzung, bestehend aus der Kombination von langfristiger Attraktivitätsbetrachtung sowie kurzfristigen Indikatoren/Signalen sollten Anleger diesem Ziel einen grossen Schritt näher kommen.

 

IFR Institute for Financial Research AG

IFR Institute for Financial Research AG ist Spezialist für alternative Investmentlösungen und taktische Vermögensallokationen.

Bereits im Jahr 2000 begann der Gründer und heutige CEO des Unternehmens Institute for Financial Research, Hendrik van der Bie, diverse Indikatoren und Signalgebungen zu entwickeln, welche Aussagen über die korrekte Positionierung innerhalb verschiedener Anlagekategorien erlauben.

Mittels dieser Analysen in Kombination mit der langjährigen Erfahrung in der Manager Selektion wurden Strategien entwickelt, welche es den Kunden der IFR AG ermöglichen diversifiziert und effizient in taktische Vermögensallokationen und Rohstoff-Umsetzungen zu investieren.

Die IFR AG ist unabhängig und kann mit den besten Finanzspezialisten zusammenarbeiten. Dadurch werden Interessenkonflikte verhindert und die Kunden profitieren von einer neutralen Beratung.

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