iStock_000015332874_Large

Ein Mix aus Gold, Obligationen und Aktien ist empfehlenswert.

Von Gold bis Kunst – sicher anlegen in Luxusgütern?

Finanzen Niedrige Zinsen und wachsende Unsicherheiten in den klassischen Anlagesektoren führen dazu, dass private Anleger immer häufiger in Sammler-, Luxus- und Kunstobjekte investieren.

SMA

SMA

Finanzexperten bestätigen den seit längerem existierenden Trend zu Goldanlagen und meinen: Engagements in Gold seien nach wie vor gerechtfertigt, blickt man auf die immer schneller rasenden Schuldenuhren und die heiss laufenden Notenpressen.

Zudem bilden Anlagen in Immobilien einen weiteren Trend; diese haben im Gegensatz zu Gold aber auch einen gewissen Konsumcharakter, weswegen ihr Preis stärker von der individuellen Vermögenssituation des Käufers abhängig ist. Abgesehen vielleicht vom Luxussegment könnten die Preise von Wohnimmobilien längerfristig nicht in den Himmel wachsen. Die Befürchtungen mehren sich deswegen, dass die Preise hier mittlerweile auch spekulativ getrieben seien. Solche Entwicklungen wären gefährlich, warnen Fachleute mit Hinweis auf die jüngste Immobilienkrise in den USA. Sachanlagen schlagen laut Experten im Optimalfall gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie sind dauerhaftes Konsumgut und eine zumindest potenzielle Vermögensanlage.

Bei Beschädigung kommt es zu hohem Wertverlust.

 Es geht nicht nur um den finanziellen Wert

Vielfach ist aber gar nicht der Wert, sondern Liebhaberei ausschlaggebend für die Investition und damit nicht Grund, warum Investoren ihr Geld so anlegen: Sammler lieben nämlich ihre Kunstobjekte, Musikinstrumente, Weine, Oldtimer, Briefmarken- oder Uhrenkollektionen und können sich nur schwer von ihren Luxusgütern trennen.

Investoren hingegen kaufen gleich ganze Kunstsammlungen analog zu einer Liegenschaft oder einem Fussballclub. Doch ist eine Anlage in solch spezielle Wertgegenstände für jedermann geeignet? Der Kunstmarkt beispielsweise ist viel heterogener als die Börse, zeigt also grössere Ausschläge – dies natürlich sowohl nach oben als auch nach unten. Für risikoscheue und ungeduldige Anleger ist eine Investition in Kunstobjekte daher nicht empfehlenswert – und für den breiten Anlegermarkt eignen sich spezielle Wertgegenstände, wo Fach- und Spezialwissen unerlässlich sind, ohnehin nicht.

Art gallery

Der Markt ist oft eng und illiquid,  die Sammlerseelen sind unberechenbar und die Preisentwicklungen somit schwierig einzuschätzen. Auch das Risiko von Fälschungen ist immer zu bedenken. Viele spezielle Sammlerstücke wie Bilder, Briefmarken oder Weine sind oftmals nicht versicherbar, und schon bei kleinen Beschädigungen kommt es zu einem hohen Wertverlust.

Wenn der Hintergedanke vorherrscht, dass die Sachanlagen vor einem Anziehen der Inflation schützen sollen, dann ergebe es für den normalen Anleger Sinn, auf Gold oder sonstige Edelmetalle wie Palladium oder Platin auszuweichen. Kleinanlegern, denen es nur um die Erhaltung ihrer Vermögenswerte geht, raten Vermögensverwalter schliesslich zu einem Mix aus Gold, Obligationen und Aktien.