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Kommunikation zwischen Chef und Arbeitnehmern.

Zuhören ist wichtiger als Managen

Leadership Die Beziehung zwischen Mitarbeiter und Chef ist komplex. Doch wer sich um seine Mitarbeiter kümmert, steigert das Gefühl von Verbundenheit mit dem Unternehmen. Ein Verantwortung, die essenziell ist.

Erik Hefti

Erik Hefti

An Assessments, in Workshops und in Teambildungsevents kennt man die Situation: Willkürlich gemischte Gruppen müssen innerhalb einer begrenzten Zeit eine Aufgabe lösen, doch die Gruppe kommt einfach auf keinen grünen Zweig. Jeder will seine Idee umsetzen, keiner aber die wichtigen Entscheidungen treffen. Verantwortung für die Konsequenzen tragen – das will schon gar niemand.

So sind schliesslich die Resultate auch nicht berauschend. Die häufigste Erkenntnis nach der abgelaufenen Zeit ist: Niemand hat die Führung übernommen.
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Ähnlich sieht es bei realen Unternehmen aus, bei denen Chefs einen schlechten Job machen, nur ist dort das Resultat noch viel schlimmer.

Wenn das Führungsverhalten nicht stimmt und die Situation am Arbeitsplatz schlecht ist, leiden die Mitarbeit letztlich psychisch und physisch darunter,

sagt Marco Nink, strategische Berater bei der internationalen Consultingfirma Gallup. Diese Aussage stützt auch die alte HR-Weisheit:

Mitarbeiter kommen wegen dem Job, und gehen wegen dem Chef.

Der Aus- und Weiterbildungsmarkt hat erkannt, dass ein Bedürfnis besteht, sich mehr Wissen im Bereich Mitarbeiterführung anzueignen und bietet deshalb unzählige Angebote in Leadership an.

Gespräche mit dem Chef werden wichtiger

Heutige Leadership-Kurse legen vor allem einen Fokus auf die Kommunikation zwischen Chef und Arbeitnehmern. Denn HR-Experten sind sich einig, dass der Schlüssel zum betrieblichen Erfolg in der richtigen Kommunikation liegt.

Der Chef macht dann einen guten Job, wenn die Mitarbeiter Wertschätzung und Anerkennung von ihm erfahren. Darum ist interaktives Führungsverhalten mit Zuhören, Anleiten und Vertrauen für Unternehmen weitaus wertvoller als das blosse Managen und Verwalten von Abläufen und Mitarbeitern.
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Leadership lässt sich nicht in Geld messen

«Forbes Magazine» – Autor Glenn Lopis gewinnt der Personalführung einen weiteren Aspekt ab und stellt die These:

Ein erfolgreiches Leadership wird nicht mehr im Machtverhältnis oder in Geld gemessen: Es zeigt sich im ganzen Tun und Agieren eines Chefs in seinem Unternehmen.

In einem Artikel erzählt Lopis:
«Ich habe viele Personen in Kaderpositionen getroffen. Diese Personen sind richtige Einzelgänger. Sie sind unsensibel, eigensinnig und unsicher.» Doch das Wichtigste würden diese Personen vergessen, stellt der Autor fest: «Die Menschen, denen sie den Erfolg zu verdanken haben.»